Am Mittwoch, den 26.11.14 wurde der Leiter der Berufsorientierungsstufe- Herr Sven Reither- interviewt.

 

 

Herr Reither, was genau bedeutet eigentlich BOK?
Hr. Reither:
Berufsorientierungsklasse. Das bedeutet, dass die Kinder zwei Tage in die Schule und drei Tage arbeiten gehen!  

Seit wann gibt es diese Klasse an der Hammerwaldschule?
Hr. Reither:
Seit dem Schuljahr 2014/2015 

Für welche Schüler ist denn die BOK gedacht?

Hr. Reither:
Die BOK ist für Schülerinnen und Schüler gedacht, die wissen, dass sie nicht mehr lange an der Schule sind. Also quasi, um den Übergang zur späteren Berufswelt sanfter zu gestalten.  

Welche Zielsetzung verfolgt die HWS (Hammerwaldschule) mit der Einführung der BOK?
Hr. Reither:
Die HWS möchte mit der Einführung der BOK den Schülern ermöglichen einen begleiteten Einstieg in die Berufswelt zu erfahren. 

Wie viele SuS besuchen in diesem Schuljahr (2014/2015) diese Klasse?
Hr. Reither:
Derzeit sind es sechs junge Männer. 

Ist denn die Klasse nur für Jungen angedacht?
Hr. Reither:
Nein. Eigentlich sollten bereits in diesem Schuljahr zwei Mädchen die Klasse besuchen. Dies hat sich allerdings im letzten Moment geändert. 

Könnten auch mehre SuS die Klasse besuchen?
Hr. Reither:
Die maximale Anzahl richtet sich nach der allgemeine Obergrenze für Klassen der Schulen für Geistige Entwicklung, also 8. Sollte es sich allerdings einmal zeigen, dass eine größere Gruppe für die BOK in Frage kommt, kann man eventuell mehrere Klassen einrichten. 

Sie unterrichten ja seit diesem Schuljahr diese Gruppe von jungen Erwachsenen. Sind denn die Schüler mit dieser Art von Schule zufrieden?
Hr. Reither:
Ja, ich bekomme durchweg ein äußerst positives Feedback.  Sowohl von den Schülern, als auch von den Schottener Sozialen Dienste! Die Schüler mögen die Abwechslung, welche sie beim Arbeiten erfahren. Und die zwei Schultage genießen sie auch, bzw. erleben sie nun mehr eher als „Urlaub“. Sie können ja an diesen Tagen länger schlafen. 

Welche Gewerbe sind denn alles Kooperationspartner der HWS und können von den Schülern genutzt werden?
Hr. Reither:
Unser zuständiger Integrationsfachdienst sind die Schottener Sozialen Dienste. Die HWS nimmt heuer erstmalig an der „Initiative Inklusion“ mit den Schottener Sozialen Diensten als Kooperationspartner teil. Ziel ist es, dass die teilnehmenden Schüler auch von den jeweiligen Arbeitsbereichen übernommen werden und- mit ein bisschen Glück und Fleiß- auch eine vereinfachte Ausbildung machen. Die Schüler können dort in folgenden Arbeitsbereichen tätig werden:
- Maler & Lackierer,
- Maurer,
- Schreiner,
- Landwirtschaft,
- Kunstwerkstatt,
- Büdinger Werkstatt und
- Hauswirtschaft.  


Wie lange bleiben denn die Sus in dieser Klasse?
Hr. Reither:
Für 1-2 Jahre.   

Vielen Dank für das Gespräch!   

Das Interview führte Herr Beck am Mittwoch, den 26.11.2014.
Niedergeschrieben aus dem Gedächtnis am 28.11.2014.