"Wer nicht adäquat angesprochen wird, wird unansprechbar", Angelika Rothmayr 2008

 

Ungefähr ein Drittel der Schüler unserer Schule gehören zu der Gruppe der wenig oder nicht sprechenden  Menschen. 

Diese besondere Behinderung erfordert eine besondere Form des Unterrichtes, die die kommunikativen Möglichkeiten durch pädagogische und therapeutische Maßnahmen und den Einsatz von Hilfsmitteln erweitert.

Die Unterrichtsform wird als "Unterstützte Kommunikation" kurz UK bezeichnet.

 

Ziel dieses Unterrichtes ist der Aufbau eines individuellen Kommunikationssystems, eine Hilfestellung beim  Spracherwerb, eine Anregung der kognitiven Entwicklung und der Abbau von Verhaltensauffälligkeiten.

 

Im Jahr 2005 bildete sich das Kollegium der Hammerwaldschule im Rahmen eines pädagogischen Tages grundlegend zu diesem Thema fort. Seither haben 7 Förderschullehrer und -lehrerinnen und 2 Erzieherinnen ein Isaac-Zertifikat erworben, 2 Förderschullehrerinnen einen Basis-Lehrgang zur "Gestützten Kommunikation" absolviert und 2 Förderschullehrerinnen an einem Online-Modul des Amtes für Lehrerbildung zu diesem Thema teilgenommen.

 

Seit 2005 ist die Hammerwaldschule Mitglied im Landesnetzwerk Hessen für Unterstützte Kommunikation. 

 

Der Unterricht für nicht und wenig sprechende Kinder findet an der Hammerwaldschule im Klassenunterricht durch entsprechende Differenzierungsmaßnahmen, in speziellen UK-Fördergruppen im Rahmen der Sprachkurse und im Einzelunterricht in Trainingseinheiten statt.

 

Mit Hilfe des Fördervereins konnte ein Grundstock an elektronischen Sprachausgabegeräten angeschafft werden. In den vergangenen Jahren konnten ca. 10 Schülerinnen und Schüler in  Zusammenarbeit mit den Eltern, den Krankenkassen und Fachberatern mit speziell adaptierten Sprachausgabegeräten entsprechend ihres Leistungsstandes versorgt werden.

 

Ulrike Schröder-Kuhnen, UK-Beauftragte der Hammerwaldschule